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Die Vending-Industrie in der Zeit nach der Corona-Pandemie: Chancen der Micro-Markets

Aktualisiert: 5. Mai

Die Corona Pandemie hat nicht nur großen Einfluss auf die Arbeitswelt. Weiterreichende Folgen der neuen, hybriden Arbeitswelt lassen sich auch in anderen Branchen, darunter der Vending- und Automatenindustrie, finden. Neue Anforderungen und Erwartungen an den Arbeitsplatz und das damit verbundene Verpflegungsangebot, sowie neue Ernährungsweisen definieren die Zukunft der Verkaufsautomaten.



Da über 80% der Automaten in Bürogebäuden und anderen Arbeitsstätten zu finden sind, hat auch die Vending-Industrie große Verluste einstecken müssen. Die Automaten bieten jedoch nun laut dem Bundesverband der Deutschen Vending-Automatenwirtschaft einen entscheidenden Vorteil. Sie ermöglichen den sicheren Verkauf von Waren und sind damit insbesondere bei der Planung von neuen Hygienekonzepte ein wichtiger Bestandteil.

Dabei geht es längst nicht mehr um den Verkauf von Snacks gegen Münzgeld. Die modernen Automaten legen besonderen Fokus auf gesunde, vollwertige und schnelle To-go Gerichte, sowie kontaktlose und bargeldlose Bezahlung. Erst die digitale Akzeptanz neuer Formate, geprägt durch die Corona-Pandemie, hat diesen rasanten Wandel ermöglicht.


Die Etablierung der hybriden Arbeitsweise stellt damit nicht nur Herausforderungen an die Arbeitnehmer, auch die Unternehmen und Kantinenbetreiber stehen vor neuen Problemen. Viele Mitarbeiter befinden sich im Homeoffice und die Besucherzahlen der Büros bleiben niedrig. Während vor der Pandemie nur ca 4% der Beschäftigten in Deutschland im Homeoffice gearbeitet haben, waren es im Januar 2021 sogar 24%. (Statista) Neben den logistischen Problemen, rentiert sich eine Kantine für viele Unternehmen nicht mehr. Informationen zu Alternativen zu einer klassischen Kantine finden Sie in unserem Blogbeitrag.

Auch die Wahrnehmung der Mitarbeiter von Hygiene und Sicherheit spielt hier eine wichtige Rolle. Es gilt, die Betriebsverpflegung im Sinne der Mitarbeiter neu zu denken. Micro Markets, welche der Kategorie Verkaufsautomaten zuzuordnen sind, nehmen dabei einen immer höheren Stellenwert ein. Die Micro Markets haben dabei jedoch wenig mit den traditionellen Snack- und Getränkeautomaten gemeinsam. Herkömmliche Verkaufsautomaten fassen in der Regel ca. 40 Produkte, meist Snacks und Getränke, während die Micro Markets bis zu 300 Produkte fassen, darunter Salate, warme Mahlzeiten, Sandwiches und vieles mehr. In Zeiten der Ungewissheit bieten die Micro Markets besondere Flexibilität und können die Grundversorgung von Mitarbeitern sichern. Auch die geringe Ansteckungsgefahr und die Hygiene an Automaten und Micro Markets stellt einen großen Vorteil dar.


Doch nicht nur die Sicherheit der Verbraucher wird gewährleistet. Vor dem Hintergrund der aktuellen Trends, wie Convenience und gesunder, ausgewogener Ernährung, haben Konsumenten hier die Möglichkeit ihr Wunschgericht oder Snack jeder Zeit zu kaufen und, anders als in einer klassischen Kantine, auch mit nach Hause zu nehmen.


“Die Vending Branche wandelt sich vom klassischen Snack-Automaten zur Verkaufsstation für gesunde Außer-Haus- und On-The-Go-Verpflegungsmöglichkeiten.“ Alexander Eissing

Insbesondere durch den Wunsch nach dauerhafter Verfügbarkeit und die erhöhte Schnelllebigkeit und Mobilität der Menschen bietet es sich an, To-go Produkte weiter zu etablieren, denn die meisten Berufstätigen haben keine Zeit, für aufwendiges Essen und lange Pausen. Für 82% der Menschen in Deutschland stellen Convenience-Produkte daher einer enorme Erleichterung im Alltag dar. Dies lässt sich auch an der Beliebtheit von On-the-go Produkten feststellen. Produktneuheiten haben hier zwischen 2015 und 2019 um 11% zugenommen. (BVE - Einfach Lecker) In einer Studie des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft gaben 90% der Befragten an, dass Essen gesund sein muss. Im gleichen Zuge äußerten 86% zudem, dass Fertigprodukten daher weniger Zucker zugesetzt werden sollte, auch wenn diese dann anders schmecken. Auch Gesundheit ist hier dementsprechend ein wichtiger Faktor.


„Corona verändert auch den Ernährungsalltag der Deutschen", betont Bundesernährungsministern Julia Klöckner. "Lebensmittel aus der Region haben an Bedeutung gewonnen. Es ist ein neues Bewusstsein für Lebensmittel entstanden – und für die Arbeit derjenigen, die sie produzieren. Diese neue Wertschätzung gilt es, aufrechtzuerhalten.“

Die neuen Chancen sind also stark an aktuelle Trends gebunden, welche sich durch die Pandemie verfestigt haben. Mehr zu den aktuellen Food-Trends erfahren Sie in unserem Blog zum Food-Report 2022.



Fazit


Die Ernährung vieler Menschen hat sich seit Beginn der Corona Pandemie stark verändert und bietet daher neue Möglichkeiten. Konsumenten achten auf ausgewogene, gesunde Ernährung, welche unter bestimmten Hygiene- und Sicherheitsvorkehrungen stattfinden sollte. Insbesondere für die Vending-Automatenwirtschaft in Form von Micro-Markets eröffnen sich neue Chancen für die Mitarbeiterverpflegung. Bargeldlose Bezahlung, ein gesundes, vielfältiges Angebot und der Sicherheits- und Hygieneaspekt sind essenziell.



Mehr zu unserem Food-Partner-Netzwerk und unserer Whitelabel-Lösung erfahren Sie hier.

Kontaktieren Sie uns gerne für ein unverbindliches Beratungsgespräch.

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