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Die Betriebsverpflegung im Wandel, das sollten Caterer wissen!

Aktualisiert: 9. Jan.

Die Pandemie hat nicht nur große Auswirkungen auf die Berufswelt, sondern auch auf die Catering-Branche. Neue, hybride Arbeitswelten und sich verändernde Ernährungsgewohnheiten fordern damit neue gastronomische Konzepte. Lesen Sie in unserem neusten Blogbeitrag, was die Gesellschaft von morgen prägen wird, um am Puls der Zeit zu bleiben.



Ein Blick auf die neue Arbeitswelt

Neue Arbeitsmodelle und veränderte Bedürfnisse: Die Betriebsverpflegung erfindet sich zwischen der neuen Arbeitswelt und den daraus entstandenen Bedürfnissen von Beschäftigten neu. Die bekannte Foodtrend-Forscherin Hanni Rützler erklärt in einem Expertentalk zur Zukunft der Betriebsgastronomie, dass gesellschaftlicher Wandel und Betriebsgastronomie eng zusammengehören:

„Die Betriebsgastronomie hat sich mittlerweile zum Spiegelbild gesellschaftlicher Veränderungen entwickelt, zahlreiche Themen des öffentlichen Diskurses finden sich in ihr wieder”

-Hanni Rützler


Laut ifo Institut pendelt sich die Quote für mobiles Arbeiten in Deutschland bei 1,4 Tagen pro Woche ein. Damit liegt Deutschland hinsichtlich der weltweiten Homeoffice-Nutzung immer noch leicht unter dem Durchschnitt von 1,5. Indien belegt mit 2,6 Tagen den ersten Platz. Corona hat die Arbeitsbedingungen dauerhaft stark verändert, lautet das Ergebnis der Ifo Instituts-Erhebung in 27 Ländern. „Nie zuvor hat irgendein Ereignis in so kurzer Zeit derart umfassend das Arbeitsleben umgekrempelt“, sagt Mathias Dolls, einer der Autoren der Studie. Die skeptische Haltung dem Homeoffice gegenüber scheint abgenommen zu haben: So geben über die Hälfte der befragten Beschäftigten an, dass sie im Homeoffice produktiver sind als erwartet. Je positiver die Beschäftigten ihre Produktivität im Verhältnis zu ihren vorherigen Erwartungen einschätzen, desto mehr Homeoffice-Tage bieten die Arbeitgeber an. Dieser Zusammenhang gilt in allen 27 untersuchten Ländern.


Vornehmlich durch die Etablierung flexibler Arbeitszeiten müssen Verpflegungsangebote rund um die Uhr angeboten werden können, aber auch der Aspekt, dass sich eine Kantine durch die verminderte Belegschaft nicht mehr rentiert, vor Augen gehalten werden. Caterer sind demnach dazu veranlasst, sich flexibler anzupassen.


Was sich Young Professionals von der heutigen Arbeitswelt wünschen, können Sie hier nachlesen.


24/7 - gekommen, um zu bleiben

Der CEO des Catering- und Facilitymanagment-Unternehmens Compass Group Germany, Gerhard Marschitz, erklärt in einem Interview:

„Unser Geschäft wird sich dramatisch in Richtung 24/7- und Ganztagsversorgung verändern. Zusätzlich durch Coffeeshops, Vending und Mikromärkte."

Aus der klassischen Verpflegungslösung entwickelt sich zunehmend ein Ganztagsangebot, das sich der neuen Arbeitswelt anpasst und das kostspielige Betriebsrestaurant an kleineren Standorten mittelfristig ablöst. 24/7-Konzepte sind gefragt, da sich starre Essenszeiten auflösen. Die Erweiterung der Mitarbeitendenverpflegung bietet den idealen Ausgleich zum stressigen Arbeitsalltag und gewährleistet zufriedene, konzentrierte Mitarbeiter. Durch die rund um die Uhr Verfügbarkeit eignet sich ein Essensautomat mit frischen, vollwertigen Mahlzeiten, Snacks und Getränken, insbesondere für Standorte mit Schichtsystemen, z. B. in Krankenhäusern, Logistik etc..

Für Caterer haben Smart-Kiosk-Lösungen viele Vorteile: Durch Verkaufsanalysen kennen Cateringbetriebe die Nachfrage nach bestimmten Speisen und können die Automaten bedarfsgerecht bestücken. Das Risiko, dass Speisen zu lange im Verkaufsautomaten verbleiben, nicht abgeholt werden und letztlich verderben, wird dadurch minimiert. Raum, um den Automaten zusätzlich mit Produkten für Spontankäufe zu bestücken, bleibt dennoch. Ein weiterer Pluspunkt ist, dass hinsichtlich des Personalmangels in der Gastronomie Caterer entlastet werden können. Ein Verkauf über Essensautomaten würde dabei Personal an der Essensausgabe der Kantine einsparen und könnte so effizienter bei der Zubereitung von Speisen eingesetzt werden. Weitere Informationen zum Personalmangel im Handel und in der Gastronomie erhalten Sie auch in unserem Blogbeitrag.



Häufig scheuen Caterer den technischen Aufwand, der mit dem Betrieb von Automaten verbunden ist. Beim Livello Verkaufsautomaten können Teile dank der Plug-and-play Komponenten auch von Amateuren mühelos ausgetauscht werden. Des Weiteren kann der Kühlschrank auch aus der Ferne gesteuert und gewartet werden, um Störungen schnellstmöglich zu beheben, ohne dass zusätzliche Technikereinsätze vor Ort erforderlich sind.


Food-Trends, auf die Gastronomen ein Auge haben sollten

Im folgenden Abschnitt stellen wir Ihnen die Food-Trends vor, die Sie innerhalb der nächsten Jahre für Ihren Erfolg im Blick behalten sollten:


Snackification

Konsumenten möchten heutzutage schnell verfügbare Mahlzeiten, die in einem Arbeitsalltag leicht integrierbar sind - das auch gern in mehreren Kleinigkeiten für zwischendurch (Minimalzeiten → MiMas). Snacken war lange Zeit eher als ungesunde Mahlzeit für zwischendurch bekannt, oft auch als „Dickmacher“. Der allgemeine Wandel zur bewussten und gesunden Ernährung (laut dem Ernährungsreport 2021 des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft legen 91 Prozent der deutschen Bevölkerung Wert auf gesundes Essen), hat dazu geführt, dass sich Snacken zu gesunden kleinen Mahlzeiten gewandelt hat. Dieser Trend wird auch als Snackification bezeichnet.



Nachhaltige Verpackung

Ohne geht es nicht mehr. Die Bohnen sollten möglichst aus Bio-Anbau und fairem Handel stammen. Gerade beim Kaffee hinterfragen Kunden immer häufiger die Herkunft der Bohnen. Mehr denn je achten die Gäste auf ein nachhaltiges Food- und Beverage-Angebot inklusive attraktiver Mehrweg- und umweltfreundlicher Verpackungslösungen für das To-Go-Geschäft. Dabei gilt: Je weniger Verpackung, desto besser. Einwegplastik ist out.



Obwohl Mehrweg für Gastronomen möglicherweise im ersten Schritt eine Herausforderung darstellt, sind Mehrwegkonzepte zum To-Go-Verzehr für Caterer, Lieferdienste und Restaurants ab 2023 verpflichtend. Informieren Sie sich weiter, warum Mehrwegverpackungen wichtig sind in unserem neuen Blogartikel: Einweg oder Mehrweg?! - eine rhetorische Frage für die Gastronomiebranche


Zero Waste

Lebensmittelverschwendung ist eine große Problematik, gegen die allerdings der Trend Zero Waste ankämpft. Häufig dürfen Supermärkte Lebensmittel am folgenden Tag nicht mehr anbieten. Auch Caterer wissen oftmals nicht, was sie mit übrig gebliebenem Essen machen sollen. Mit einem Verkaufsautomaten wird Zero Waste deutlich vereinfacht. So können Betriebsgastronomen Speisen nach Ende der Öffnungszeiten in den Automaten bereitstellen und so Mitarbeitenden 24/7 gesundes Essen zur Verfügung stellen. Die Zahl von Lebensmitteln, die im Müll landen, verringert sich dadurch deutlich.



Die Zukunft is(s)t pflanzlich

Vegane und vegetarische Angebote sind angesagter denn je – ob gleich Veggie-Bowl, veganes Eis oder Stulle mit Auberginen-Creme. Per se stehen gesunde Mini-Snacks und Mahlzeiten bei den Gästen hoch im Kurs. Dies gilt ebenso für die Getränke-Sparte: Curcuma, Ingwer und Matcha punkten an der Theke ebenso wie Pflanzenmilch in all ihren Varianten. Statt Fast Food, ist immer wieder auch von „Fast Good” zu lesen, was sich doch nicht allein mit vegetarischer und veganer Ernährung auseinandersetzt, sondern wo es allgemein um gesunde und nährwertreiche To-Go-Angebote geht.


Local-Food

Ergebnisse der Compass Group-Studie “Food-Konzepte in Unternehmen”, in deren Rahmen 210 Entscheider aus deutschen Unternehmen mit mehr als 200 Beschäftigten repräsentativ befragt wurden, zeigt, dass 96 Prozent der Unternehmen eine Entwicklung zu mehr regionalen und saisonalen Gerichten sehen. Jeder zweite Befragte (54 Prozent) hält „Local Food” für einen besonders relevanten Trend. Immerhin 64 Prozent bieten regionale Speisen bereits an, jedoch halten nur 34 Prozent Frische für eine Stärke ihrer Kantine. Noch weniger Unternehmen (22 Prozent) sehen eine Stärke ihrer Gastronomie darin, transparent und offen darzulegen, woher die verwendeten Zutaten stammen. Ein weiterer Aspekt, der dabei diskutiert wird, ist der Begriff „Glokal”. Dabei wird vermehrt nach einem passenden Verhältnis von lokal produzierten und global importierten Lebensmitteln geachtet.



Fazit

Das Bewusstsein der Menschen für die Umwelt und ihre Ernährung ist durch die Corona-Pandemie deutlich gestiegen. Konsumenten haben neue Anforderungen an Produkte und den gesamten Markt. Gesunde Ernährung, regionale und lokale Produkte sowie Nachhaltigkeit und Zero Waste sind jetzt wichtiger als je zuvor.


Der sich ändernde Lebensstil der Bevölkerung ist ein Treiber für den Zuwachs der Grab´n Go Märkte. Livello möchte mit Smart-Kiosk-Lösungen das Einkaufserlebnis intelligenter und flexibler machen und passt sich an die dargestellten Trends und Konsumentenbedürfnisse an.


Wie auch Sie als Caterer dem Wandel einen Schritt voraus sein können, zeigen wir Ihnen. Lassen Sie uns in den Austausch kommen und kontaktieren Sie uns noch heute.



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